Ist die Sportwetten Lastschrift in Deutschland eine gängige Zahlungsoption?

Wer bei einem der renommierten Wettanbieter ein neues Konto eröffnen möchte, um anschließend eine Wette zu platzieren, wird sich zwischendurch mit der Auswahl der richtigen Einzahlungsmethode auseinandersetzen müssen. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt: Kreditkarte, Überweisung, E-Wallet, Paysafecard – hier hat jeder die Qual der Wahl, Natürlich sollte immer genau die Methode genommen werden, die für einen persönlich die beste ist.

Und da fällt vielen Menschen zunächst einmal die Zahlung per Lastschrift ein. Warum auch nicht, schließlich wird das vor allem hierzulande sehr intensiv genutzt. Stromanbieter, Telekommunikationsanbieter und andere Unternehmen gewähren wir Zugriff auf unser Konto, damit wir uns um nichts mehr kümmern müssen. Klappt das bei Sportwetten auch?

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Was genau ist eigentlich eine Lastschrift?

Lastschrift wird auch Bankeinzug genannt, eine Bezeichnung, die dem Sinn und Zweck des Ganzen sicherlich näherkommen dürfte. Es handelt sich um bargeldlosen Zahlungsverkehr um ein Zahlungsinstrument, bei dem der Empfänger der Zahlung eine Forderung aufgrund eines vom Zahlungspflichtigen vorliegenden Mandats einziehen darf.

Im Gegensatz zu einem Dauerauftrag, der vom Zahlenden veranlasst wird, kann bei einer Lastschrift veränderliche Summen enthalten. Genutzt wird die Lastschrift von Unternehmen, die in regelmäßigen Abständen von ihren Kunden bestimmte Beträge verlangen. Versicherungen, Telefonanbieter und so weiter. Der Kunde bekommt eine Rechnung und einige Tage später wird das Geld von dem Konto des Kunden abgebucht und dem Unternehmen gutgeschrieben.

Dazwischen hat der Kunde Zeit, Einspruch gegen die Rechnung einzulegen, sollte irgendetwas nicht stimmen. Es besteht ein wesentlicher Unterschied zu einer Überweisung: Bei dieser wird der Zahlungsvorgang vom Zahlungspflichtigen ausgelöst und nicht vom Empfänger.

Lastschriften können innerhalb von acht Wochen wieder zurückgeholt werden

Für Privatkunden ist die SEPA-Basislastschrift dasjenige, welches normalerweise genutzt wird. Einer SEPA-Basislastschrift kann innerhalb von acht Wochen nach Kontobelastung widersprochen werden, so dass der Belastungsbetrag wieder gutgeschrieben wird. Das ist vor allem dann nützlich, wenn der abgebuchte Betrag nicht der Rechnung entspricht. Sollte das Konto nicht gedeckt sein, wir die Bank die Lastschrift wieder zurückgebe, dadurch entstehen jedoch hohe Kosten für den Bankkunden.

Wie sinnvoll ist eine Lastschrift bei einem Sportwettenanbieter für den Kunden?

Diese Frage ist leicht zu beantworten: Natürlich ist die Lastschrift eine außerordentlich bequeme Art, eine Einzahlung bei einem Wettanbieter vorzunehmen. Wir stellen uns nur mal folgendes Szenario vor: Wir eröffnen ein Konto und erteilen dem Bookie die Erlaubnis, unsere eingesetzten Beträge, zum Beispiel monatlich, von unserem Konto einzuziehen. Somit können wir Geld setzen, das wir eigentlich noch nicht mal eingezahlt haben, der Sportwettenanbieter würde in Vorleistung gehen. Ist der Monat um, bucht der Anbieter den Gesamtbetrag von unserem Konto ab. Hört sich prima an, ist jedoch für beide Seiten mit erheblichen Risiken verbunden, wie wir gleich sehen werden.

Das Risiko für den Wettfreund ist groß

Zunächst schauen wir uns die Risiken für den Kunden, also dem Wettfreund, genauer an. Eine Sportwetten Lastschrift ist gut und schön, doch die Kontrolle ist schnell verloren. Denn: Der psychologische Faktor spielt hier eine große Rolle. Da wir mit Geld spielen würden, das wir noch nicht bezahlt haben, ist die Hemmschwelle, mehr einzusetzen, als wir uns leisten können, sehr niedrig.

Und am Ende des Monats kommt das böse Erwachen: Viel zu viel Geld wird abgebucht, weil sich der Wettfreund übernommen hat. Damit werden die Sportwetten Einzahlungen zu einem kaum zu kalkulierenden Risiko. Die Sportwetten Lastschrift ist demnach nur für Sportwetter zu empfehlen, die sich selbst komplett im Griff haben und genau wissen, was sie tun.

Wie sinnvoll ist eine Lastschrift bei einem Sportwettenanbieter für den Bookie selbst?

Diese Frage ist sogar noch leichte zu beantworten. Der Buchmacher hätte nur oberflächlich betrachtet einen Vorteil: Er zieht das Geld ein und bekommt es. Punkt. Doch wenn wir ins Detail gehen wird schnell deutlich, dass auch der Buchmacher ein erhebliches Risiko bei dieser Art der Zahlung eingeht.

Risiko für den Buchmacher: Konto nicht gedeckt

Das größte Risiko für den Buchmacher ergibt sich aus dem genannten Risiko für den Kunden: Dieser übernimmt sich und wenn der Buchmacher die Einsätze abbuchen möchte, ist das Konto des Kunden nicht ausreichend gedeckt. Der Sportwettenanbieter bekommt also sein Geld nicht und muss diesem kompliziert und mit Mahnverfahren hinterherrennen. Im schlimmsten Fall ist einfach nichts zu holen und der Buchmacher geht komplett leer aus.

Risiko für den Buchmacher: Kunde holt das Geld zurück

Das zweite Risiko ergibt sich aus der rechtlichen Grundlage: Der Kunde hat acht Wochen Zeit, sich das Geld von der Bank zurückholen zu lassen. Ein Rechtsstreit ist die Folge, teuer, zeitaufwendig – das volle Programm.

Sportwetten Lastschrift: Risiko für beide Seiten kaum abschätzbar

Die Ausführungen legen bereits nahe, dass eine Sportwetten Lastschrift für keine der beteiligten Parteien einen wirklichen Vorteil bietet, der die Nachteile überwiegt. Daher würden wir auch von Sportwetten Einzahlungen per Lastschrift in jedem Falle abraten. Das Risiko ist einfach zu groß und nicht überschaubar.

Alle anderen Methoden haben das Guthabenprinzip: Wir zahlen eine bestimmte Summe X mit einer Einzahlungsmethode ein – mehr, als wir dabei zur Verfügung haben, können wir nicht ausgeben. Beim Setzen haben wir unseren Kontostand beim Wettanbieter jederzeit im Blick, überziehen ist nicht möglich. Somit sind wir auf der sicheren Seite. Und auch der Wettanbieter hat eigentlich keinen vernünftigen Grund, Sportwetten per Lastschrift anzubieten.

Es gibt keinen Wettanbieter, der Lastschrift im Programm hat

Womit wir beim wesentlichen Punkte wären: Es gibt schlicht und ergreifend keinen einzigen renommierten Wettanbieter, der eine Einzahlung per Lastschrift möglich macht. Die oben genannten Gründe sollten auf jeden Fall ausreichend sein, um die Beweggründe zu verstehen, die zu dieser Entscheidung führen.

Die Risiken für beide Seiten sind zu hoch und es wird viel Ärger vermieden, wenn Lastschrift gar nicht erst angeboten wird. Weder Bet365, noch bet-at-home, Bwin, Expekt oder andere große Buchmacher bieten Sportwetten Lastschrift an. Damit muss sich der Kunde auf die Suche nach vernünftigen Alternativen machen.

Aber es gibt eine ganze Reihe an vernünftigen Alternativen

Und natürlich gibt es diese Alternativen, eine Vielzahl davon, die wir an dieser Stelle aufzählen und auf die wir näher eingehen wollen:

  • PayPal, Neteller, Skrill
  • Überweisung
  • Überweisung durch Dritte: Sofortüberweisung, Giropay und andere
  • Prepaid: Paysafecard
  • Kreditkarte

Einzahlungen mit E-Wallet Diensten machen

Bei PayPal, Neteller und Skrill handelt es sich um sogenannte E-Wallet. Das funktioniert so: Wir eröffnen ein Benutzerkonto auf einem der drei Anbieter, was in der Regel eine sehr einfache Sache ist. Dann haben wir mehrere Möglichkeiten: Entweder, wir laden dieses Benutzerkonto wiederum durch eine andere Zahlungsmethode, wie Überweisung oder Kreditkarte, auf.

Oder aber wir erlauben dem E-Wallet Dienst, etwaige Zahlungen selbst über das Bankkonto oder die Kreditkarte abzubuchen. Bei dem Sportwettenanbieter arbeiten wir dann nur mit dem Login für den E-Wallet Dienst, müssen also weder Bankverbindung noch Kreditkartenummer verraten – alles Weitere regelt sich über den jeweiligen Dienst. Vorteil: Wir können das Benutzerkonto bei PayPal, Neteller oder Skrill auch für andere Sachen benutzen, vor allem PayPal wird von vielen Internetdiensten wie Amazon, Spotify, Steam, Ebay und viele andere akzeptiert.

Aber Vorsicht: Wenn wir bei einem Sportwettenanbieter Neukunde werden und einen Einzahlungsbonus haben möchten, müssen wir bei der ersten Einzahlung wohlmöglich auf Neteller oder Skrill verzichten. Näheres müssen wir uns aus den Bonusbestimmungen herauslesen, da gibt es für jeden Wettanbieter eine andere Herangehensweise.

Einzahlungen mit Überweisung

Die klassische Überweisung ist bei Sportwettenanbietern immer noch eine gern gesehene und weit verbreitetet Methode, das Wettkonto aufzuladen. Hierbei bekommen wir einfach eine Kontonummer und einen Verwendungszweck, an den wir einen Betrag unserer Wahl einzahlen. Wie wir das machen, bleibt dabei uns überlassen: Wir können den klassischen Weg gehen und uns zur Bankfiliale begeben, um dort die Überweisung zu beauftragen, oder wir nutzen das Online Banking unserer Bank.

Der Vorteil: Wir müssen uns nicht umgewöhnen für den Fall, dass wir ohnehin das meiste auf diese Art und Weise regeln. Der Nachteil: Es dauern zwei bis drei Werktage, ehe wir mit dem Wetten beginnen können, denn so lange wird das Geld brauchen, um beim Buchmacher anzukommen.

Einzahlung mit Überweisung und Drittanbietern

Eine andere Art der Überweisung ist das Nutzen von Drittanbietern wie Sofortüberweisung oder Giropay. Bei dieser Methode geht es wesentlich schneller, allerdings müssen wir uns über diesen Drittanbieter bei unserem Bankinstitut anmelden und nicht alle Banken nehmen an allen Verfahren teil.

Der Drittanbieter holt sich das „Okay“ von unserer Bank, dass genug Geld vorhanden ist, um die Transaktion durchzuführen. Der Anbieter meldet dann dem Buchmacher, dass der Betrag gutgeschrieben werden kann – das alles dauert nur wenige Sekunden, und schon können wir loslegen. Aber: Das Geld wird unser Konto erst einige Tage später verlassen, was wir im Hinterkopf behalten sollten, um uns nicht zu verkalkulieren.

Die Prepaid-Variante

Es gibt auch eine Prepaid-Variante, die uns vollkommen anonym die Transaktion durchführen lässt: Die Paysafecard. Diese erhalten wir in vielen Supermärkten, Tankstellen und Kioske. Um gänzlich anonym zu bleiben, können wir die Wertkarte mit dem 16-stelligen Code bar bezahlen.

Den Code übermitteln wir anschließend an den Wettanbieter und schon ist die Einzahlung erledigt. Und das alles ohne Bankverbindung, Kreditkartennummer oder E-Wallet Anbieter. Nachteil: Die Einzahlungsbeträge sind hierbei stark limitiert und einen Einzahlungsbonus erhalten wir in der Regel mit dieser Methode nicht. Und: Eine Auszahlung der Gewinne ist über diese Methode nicht machbar.

Einzahlung mit Kreditkarte

Mit der klassischen Kreditkarte können wir natürlich ebenfalls eine Einzahlung tätigen. Normalerweise werden VISA und Mastercard von den Anbietern akzeptiert. Wie das genau mit der Zahlung abläuft, hängt jedoch von dem Anbieter der Kreditkarte ab. Pin, SMS – alles ist hier denkbar.

Hier sollte sich vorher erkundigt werden. Wie bei E-Wallet, Paysafe und Sofortüberweisung dauert es bei einer Kreditkarte ebenfalls nur wenige Sekunden, bis das Geld auf unserem Wettkonto vorhanden ist und wir können dann sofort loslegen.

Auszahlungen: Gleiches Prinzip

Das gleiche Prinzip gilt im Übrigen für die Auszahlungen: Meistens ist es so, dass die gewählte Einzahlungsmethode auch für eventuelle Auszahlungen von Gewinnen genutzt wird. Zumindest gilt das dann, wenn die Einzahlungsmethode für eine Auszahlung geeignet ist. Sollte das, wie zum Beispiel bei der Paysafecard, nicht möglich sein, erfolgt die Auszahlung immer mit der Banküberweisung.

Die beste Alternative: PayPal

Ein E-Wallet Dienst wie PayPal ist, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, wohl noch der passendste Ersatz, wenn jemand eine Alternative zur Sportwetten Einzahlung per Lastschrift sucht. Denn wir können bei dem Wettanbieter unserer Wahl auch das Wettkonto auffüllen, wenn kein Geld auf dem PayPal Konto vorhanden ist und wir zuvor PayPal ein Mandat für Lastschriften für unsere Bankkonto erteilt haben.

Denn PayPal wird den fälligen Betrag einige Tage später per Lastschrift von dem Konto unserer Wahl abbuchen – womit wir, wenn auch mit einem Umweg, trotzdem unser Wettkonto mit Lastschrift aufgefüllt haben. Dennoch bleibt der Grundsatz bestehen: Es gibt keinen Wettanbieter, der uns das Aufladen unseres Wettkontos mit Lastschrift erlaubt. Das Risiko für beide Seiten ist in diesem speziellen Fall einfach viel zu groß. Angesichts der vielen Risiken mach das Nutzen der Lastschrift in Bezug auf Sportwetten nur sehr wenig Sinn.

Fazit: Kein Lastschriftverfahren bei Wettanbietern

Insgesamt fällt das Fazit in Sachen Sportwetten Lastschrift also ernüchternd aus. Denn es gibt schlichtweg keinen einzigen Anbieter, beidem Sportwetten per Lastschrift bezahlen möglich ist. Wer das unbedingt will, der muss sich nach Alternativen umschauen, die dem recht nahekommen: Wie eben PayPal. Auch eine Überweisung kommt dabei infrage.

Wer Lastschrift bevorzugt, der legt auf Anonymität und Kontrolle ohnehin keinen Wert – daher muss sich bei den Alternativen auch nicht großartig um diese Dinge gekümmert werden. Einzahlung per Lastschrift machen vor allem aber für den Wettanbieter keinen Sinn, das Risiko, dass der Kunde das eingezogene Geld wieder zurückfordert oder aber die Kontodeckung nicht ausreichend ist, ist viel zu groß. Daher verwundert es auch nicht, dass diese Methode sich nirgendwo durchsetzen konnte. Aber selbst, wenn es sie gäbe, würden wir von dem Nutzen abraten.

Denn auch für den Sportwetten Fan ist das Risiko zu groß, sich bei den Einsätzen zu verschätzen und mehr Geld zu verzocken, als eigentlich vorhanden ist. Da es aber eine ganze Menge vernünftiger Alternativen gibt, sind weder Anbieter noch Wettfreunde auf die Lastschrift unbedingt angewiesen, sondern können sich dementsprechend mit den jeweiligen Themen auseinandersetzen. Banküberweisung, PayPal, Skrill, Neteller oder Kreditkarte, alle Methoden sind vorhanden und in den meisten Fällen einfach zu bedienen.